Claudia Donno: Kikki Krümel und die Hexenkönigin, Leseprobe

30 Irmgard blickte auf ihre Uhr. »Oh, höchste Zeit, um in die Klassenzimmer zu gehen. »Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen. Trixi, du sollst die erste Schulstunde der Oberhexe übernehmen.« »Hä? Was?« Trixi riss ihre Augen auf und starrte in die Runde. »Wieso ich? Ich habe das noch nie gemacht. Ich bin doch erst 17 Jahre alt.« »Keine Ahnung«, gab Irmgard zu. »Die Oberhexe wird ihre Gründe haben.« »Darf ich um Ruhe bitten?«, forderte eine der Berg- hexen vom Nebentisch. Sie war eine eindrückliche Frau mit grauem Haar und unglaublich langen Fingern, in denen sie eine angeschlagene Tasse hielt. »Die Klassenlisten hängen links neben der Küche. Ich bitte euch, euch an die Eintragungen zu halten und nicht die Plätze zu tauschen. Die Listen sind auf magischem Papier geschrieben und lassen sich nicht abändern. Gut zu wissen für diejenigen, die bereits mit diesem Gedanken spielen.« Wenig später standen die Schülerinnen in der Ein- gangshalle vor den Klassenlisten. Es dauerte eine ganze Weile, bis Kikki und Florina ihre Namen fanden. »Da«, sagte Florina und zeigte auf eine Stelle auf dem Papier. »Die erste Schulstunde findet tatsächlich bei Trixi statt. Im Klassenzimmer der Oberhexe.« »Oh je. Hoffentlich wird das nicht ultralangweilig«, stöhnte Kikki. Sie folgten den anderen Hexenmädchen die steinerne Treppe hinab, die ins Untergeschoss führte. Fackeln, die an denWänden befestigt waren, beleuchteten ihrenWeg.

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