Claudia Donno: Kikki Krümel und die Hexenkönigin, Leseprobe

22 sie zugeflogen und landete eigenständig in ihrer Manteltasche. »Es geht los. Steigt auf eure Besen.« »Endlich«, meinte Isolde. »Wurde auch Zeit«, fügte Irmgard an. »Ich friere jetzt schon«, jammerte Vallera. Umständlich stieg die alte Hexe auf ihren Besen. Als auch sie bereit war, flogen sie los. Erst nahe am Boden zwischen den verschneiten Bäumen hindurch. Dann, als eine kleine Lichtung kam, flogen sie auf ihren Besen steil nach oben. Die Oberhexe flog an der Spitze. Hinter ihr kamen Trixi, Irmgard, Florina, Kikki, Fauna, Isolde und Vallera. Die Sonne hatte sich hinter dicken Wolken ver- krochen, die sich bereit machten, erneut ihre weiße Pracht fallen zu lassen. Obwohl sie immer schneller flogen und der eisige Wind ihnen ins Gesicht blies, hielten die Hexen tapfer durch. Sie alle hatten ihre Mantelkrägen hochgeschlagen, ihre dicken, wärmenden Schals um ihre Hälse und das halbe Gesicht gewickelt, ihre Hexenhüte auf den Köpfen und trugen dicke Handschuhe. All ihre Kleider waren mit einem Zauber versehen und ließen keine Kälte durch. Gegen fünf Uhr abends begann es, dunkel zu werden. Der Schneefall setzte wieder ein, und die Sicht wurde immer schlechter. Keine der Hexen, außer Vallera, jammerte. Sie waren es gewohnt, bei jedem Wetter unterwegs zu sein. Ziel- strebig flogen sie durch das Schneegestöber, ohne von ihrem Weg abzuweichen. Kikki blickte immer wieder zu Florina, die neben ihr flog. Ihre Menschenfreundin, die den Hexeneid

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